Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Eigentlich hätte ich Ihnen ja schon in der letzten Ausgabe des Falter reinen Wein einschenken sollen, aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, das neue Jahr mit einer doppelt niederschmetternden Nachricht zu beginnen. Jetzt aber muss alles offengelegt werden! Zwei überaus verdienstvolle Mitarbeiter haben unseren Betrieb mit Beginn des Jahres verlassen. Vergünstigungen wie Gehalt und Urlaub konnten sie nicht dazu bewegen, diesem Haus noch länger die Treue zu halten. Mit oder ohne Lehre haben sie sich in die Eisesfluten des Neoliberalismus gestürzt, um auf eigene Faust Karriere zu machen: Christopher Wurmdobler, Verfasser hervorragender Stadtleben-Reportagen und Verfechter fragwürdiger Bartmoden - er weilt nicht mehr unter uns. Entwickelt für irgendwelche öffentlich-rechtliche Medien irgendwelche Programmschienen. Wird schon sehen, der! Robert Knasmüller, granitenes Falter-Urgestein und als Vertriebschef dafür zuständig, dass die feinen Falter-Bücher auch in die kleinste Buchhandlung gelangen, sollte es eigentlich besser wissen. Tut es aber nicht. "Der Professor", wie er in der Firma genannt wurde, macht sich selbstständig. Jetzt. Wird auch sehen! Wir winken ihnen nach. Die Geschichte geht weiter. Mit voll exklusiven Geschichten. Aber lesen Sie selbst. Ich habe nicht mehr die Kraft, alles aufzuzählen. Ein Taschentuch!


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