Wen Wien wählt

Seinesgleichen geschieht. Der Bürgermeister hat beschlossen: Wien wählt am 25. März. Wen, steht noch nicht fest.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Die Überraschung ist längst keine mehr. Die SPÖ hat sich aufgerafft, die Gremien haben abgenickt, folgsam sprang die Katze aus dem Sack. Am 25. März wird in Wien gewählt. Im Prater blühn noch nicht die Bäume, die Pensis sind noch nicht auf großer Fahrt, die Qualen der ersten Belastungspakete wirken frisch und das Meinungsbarometer für die Roten steht hoch.

Das ist nicht sehr viel, aber immerhin etwas. Die SPÖ hat nach über einem Jahr das Gesetz des Handelns wenigstens für einen kurzen Moment an sich gerissen. Wenngleich es keine Heldentat war, diesen Neuwahlbeschluss zu fassen und damit den Koalitionspartner ÖVP vor den Kopf zu stoßen, haben die Schwarzen immerhin erstmals jenes machtsatte, zufriedene Lächeln verloren, das sie zur Schau tragen, seit sie im Land das Heft in der Hand haben.

Tatsächlich könnte der Zeitpunkt für die beiden Oppositionsparteien im Parlament kaum besser sein. Bereits bei den Landtagswahlen im Burgenland zeigte sich der institutionalisierte Gerechtigkeitssinn


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