Unrecht Vollrecht?

Universitäten Trotz berechtigter Bedenken: Die geplanten Uni-Reformen sind aufgrund des internationalen Wettbewerbs unumgänglich.

Vorwort | Klaus Taschwer | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Die Problematik ist nicht neu. Dennoch war es wieder einmal Zeit für ein Grundsatzplädoyer - diesmal in der jüngsten Ausgabe des renommierten britischen Wissenschaftsmagazins Nature. Der Anlassfall: Die US-amerikanische Universität Berkeley hat kürzlich mit dem Pharmamulti Novartis ein Abkommen unterzeichnet, das der kalifornischen Eliteschmiede fünf Millionen Dollar jährlich für seine angewandte Forschung bringt. Im Gegenzug erhält Novartis einen Sitz in jenen universitären Gremien, die über die Forschungspolitik der Universität entscheiden.

Ganz ist die gute alte Tradition des Widerstands in der ehemaligen 68er-Hochburg indes noch nicht abgerissen. Sowohl die Studierenden wie auch Teile des Lehrkörpers haben Protest angemeldet, weil sie besorgt darüber sind, dass der Status der Universität als einer von der Öffentlichkeit finanzierten und dieser verantwortlichen Institution infrage gestellt werden könnte. Auch in Nature war dieses Abkommen Grund genug, für das Überdenken


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