Der Werbe-Wickel

ORF. Unterbrecherwerbung, Product-Placement und penetrante Gewinnspiele: Der ORF wirbt fast so hemmungslos wie die Privatsender - und könnte mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Horst Pirker, Chef der "Kleinen Zeitung", hat eine Klage eingebracht.

Medien | Gerald John | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Es beginnt mit einer Waschmaschine. Hersteller Gorenje darf sich über die Präsentation seines Produktes freuen, das anschließend verlost wird. Mit der Einblendung der Sendungshotline taucht zehn Sekunden lang ein Telekom-Logo auf, ehe dem Zuseher ans Herz gelegt wird, mit A-Online ins Netz einzusteigen. Wenige Minuten später funkeln die Armaturen einer Designerdusche am Bildschirm, dann wird ein Werbeblock eingeschoben. Nach dieser Pause erfährt das Publikum, dass die Moderatoren von Kleider-Bauer eingekleidet wurden. Bald darauf wird "daunigweiches Bettzeug" angepriesen, die Stylingtipps des Tages kann man auch in der Wienerin nachlesen. Die Zuseher werden daran erinnert, dass die Sprecher Kleider-Bauer-Schale tragen und die Hotline nur dank der Telekom funktioniert. Nach einem zweiten offiziellen Werbeblock bricht schließlich die Preisparade los: Nicht nur Waschmaschine, Duschkopf und Federtuchent kommen noch einmal zu zehnsekündigen Ehren, auch sechs weitere Produkte werden abgefeiert.


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