There's a Lady on Stage

Musik. Eine CD-Kompilation bietet die willkommene Gelegenheit, sich der großartigen britischen Pop-Lady Dusty Springfield zu erinnern.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Der 3. Dezember 1979 wird wohl nicht in die Annalen der Popgeschichte eingehen. Aber der Auftritt, den Dusty Springfield an jenem Tag in der Londoner Royal Albert Hall hatte, war doch einer jener Momente, in denen die Ironie und das Pathos einer nicht nur musikalischen Karriere so miteinander reagieren, dass ein mythologischer Funke entsteht - also doch Popgeschichte. Ein Jahr zuvor hatte Dusty Springfield mit dem Album "It Begins Again" den Versuch unternommen, eine Karriere fortzusetzen, die in den Sechzigerjahren rasant begonnen hatte und daraufhin zäh bis äußerst deprimierend verlaufen war. Von 1973 bis 1977 hatte sie sich in Los Angeles vergraben. "I did the whole lazy self-destructive California bit", sollte sie später über eine Zeit sagen, in der sie von der schweren zur Problemtrinkerin heruntergekommen war und mehrere jener "Selbstmordversuche" unternahm, die einen nicht umbringen, sondern retten sollen.

"Quiet Please There's a Lady on Stage" war also ein mehr als passender


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