Ein Hammer namens Mike

Kabarett. Witzig wie Düringer, bekannt wie irgendwer: die seltsame Karriere des Steirers Mike Supancic, der nach 14 Jahren im Showbusiness immer noch ein Geheimtipp ist.

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Der steirische Alleinunterhalter Martin Puntigam hat einmal behauptet, er wäre nie Kabarettist geworden, wenn ihn seine Eltern nicht dazu gezwungen hätten - aber das war nur ein Witz. Wahr hingegen ist, dass Puntigams Landsmann Mike Supancic vielleicht nie Kabarettist geworden wäre, wenn ihn sein HAK-Professor 1987 nicht beim Wettbewerb um den Grazer Kleinkunstvogel angemeldet hätte. Obwohl Supancic den damals erstmals vergebenen Nachwuchspreis prompt gewann, dürfte der Deutschlehrer seine Initiative bitter bereut haben: Der begabte Schüler nämlich beschloss umgehend, seine HAK-Laufbahn zu beenden und Kabarettist zu werden.

"Seit damals geht es mit dem steirischen Allroundkabarettisten ständig bergauf", konstatierte der Standard-Kritiker Peter Blau kürzlich. Nachsatz: "Aber nur ungefähr so, als würde man die Donau stromaufwärts wandern." Tatsächlich verlief die Karriere des heute 33-jährigen Mike Supancic bisher so unauffällig, dass sie einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend

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