Suicide is painless

Film. Sofia Coppolas Debüt "The Virgin Suicides" entwirft ein atmosphärisch dichtes Bild einer tragischen Kleinstadtjugend in den Siebzigerjahren.

Kultur | Michael Loebenstein | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

The Virgin Suicides", das Regiedebüt von Sofia Coppola, trägt sein Ende bereits im Titel: Es ist eine kurze Erzählung hin zum Tode; denn am Ende werden - und das steht von Beginn an, nicht nur durch den Titel, fest - alle seine Protagonistinnen, fünf Schwestern in ihren Teenagerjahren, Selbstmord begangen haben. Fast alle werden sie als Jungfrauen sterben; aber mehr noch als das scheint der Titel die Unschuld des Freitods vermitteln und ihn als eine Handlung definieren zu wollen, die den Status der Unbeflecktheit dem weltlichen Zugriff entzieht und in die Ewigkeit prolongiert. Oder wie es in dem schönen, hinterfotzigen Song aus Robert Altmans "Mash" heißt: "The sword of time will pierce our skin / it doesn't hurt when it begins / but as it works its way on in / the pain grows stronger, watch it burn / But suicide is painless / it brings on many changes / and I can take or leave it, as I please ..."

"The Virgin Suicides" rekonstruiert, aus der Erinnerung seines unsichtbaren Erzählers,


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