Man Ray macht Urlaub

Kunst. Der New Yorker Mode-Künstler Ike Ude zeigt in der MAK-Galerie eine Werkschau. Vieles davon hat man schon mal woanders gesehen.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Ich möchte nichts sagen; ich bin zu schüchtern!", sagte Ike Ude, als er am Eröffnungsabend seiner Ausstellung in der MAK-Galerie an der Reihe war, ein paar Worte ans Publikum zu richten. Es bedurfte keiner großen Menschenkenntnis, um aus den kokett dahingesagten Worten des in Nigeria geborenen und in New York lebenden Künstlers eine Pose herauszuhören. Wer schüchtern ist, wird sicher nicht jener New Yorker Nachtlebenexperte, der das Kultur- und Lifestylemagazin aRUDE produziert - unter Mithilfe jener Fotografen, Models, Designer und Szenedenker, die er auf seinen Partyausflügen kennen gelernt hat. Sein Tipp für Ausflüge in die New Yorker Lokalszene? "Die Clubkultur ist erbärmlich. Die besteht mittlerweile nur mehr aus Franchise-Lokalketten. Ich sitze am liebsten in Hotellobbys."

In feinen Stoff gehüllt, das Gesicht blass geschminkt, verfolgt der schicke Ike, der sich selbst als Dandy bezeichnet und das Paris des 19. Jahrhunderts verehrt, seine Modeschau. Zwei Model-Pärchen setzen


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