Nüchtern betrachtet: Als es noch keine Zentralheizung gab

Kultur | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Es soll Leute geben, die heizen ihre Wohung auf 25 Grad hoch, weil sie auch nackert oder in duftiger Schweizer Satinunterwäsche herumrennen wollen, wenn sie sich schon eine Zentralheizung einbauen haben lassen. Für mich ist das nicht so wichtig, weswegen es 20 Grad auch tun. Aber natürlich muss ich zugeben, dass zwischen meiner jetzigen zentral beheizten und meiner marginal beheizten Existenz ein riesiger Spalt klafft, zu dessen Lobe man gerne eine kleine Kammermusik für Schlagwerk, Bassklarinette und Kontra-Fagott komponieren würde, könnte man sich nur dazu aufraffen. Geht aber nicht. Weil es nämlich schön warm ist im Federbettchen und die Wohlstandsverwahrlosung die müden Knochen korrumpiert - besonders jene, die man für das Komponieren von Kammermusiken für Schlagwerk, Bassklarinette und Kontra-Fagott benötigt. Früher, ja früher, da wars des Morgens so kalt, dass man gleich aufstehen und ins Kaffeehaus laufen musste: Fort, fort, zum Komponieren dachte es einem durch den

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