Schildkröten und Kampsport

Porträt. Wiens HipHop-Szene boomt. Und die HipHopper der Stadt geben sich genauso hart, cool und selbstbewusst wie ihre internationalen Kollegen. Rapper Florian Kamp, Freestyle-Wunder und Schildkrötenbesitzer, ist einer von ihnen.

Stadtleben | Thomas Prilic | aus FALTER 03/01 vom 17.01.2001

Vielleicht sollte jemand dem jungen Mann einen Gürtel kaufen. Aber vermutlich hält seine überweite Hose zwischen Hinterteil und Knie sowieso nicht ohne. FlorianKamp alias Kamp MC ist Rapper. Dass HipHop mehr Identifizierungsmerkmale als nur die Musik bietet, ist an allen Ecken und Enden in seiner schmucken Neubauer Dachgeschoßwohnung sichtbar. Und hörbar. Aus den Lautsprechern tönt Soul-Diva Erykah Badu. Kamp trägt trotz gut beheizter Wohnung eine Kapuzenjacke und zwei Hauben gleichzeitig. In der Garderobe stehen mindestens zwanzig Paar Adidas und Puma- Turnschuhe. An den Wänden hängen Eintrittskarten von eigenen Auftritten und denen international bekannterer Kollegen. Nur die sechs Monate alte Schildkröte und die herumliegenden Stofftiere wollen nicht so ganz in das Klischee vom coolen Rapper passen.

Deutschsprachiger HipHop boomt. Und das nicht nur in der Bundesrepublik. Auch hierzulande sind Bands wie der "Freundeskreis" aus Stuttgart oder "Absolute Beginners" und "Dynamite


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