Die einsame Masse

Schwarz-Blau. Die totalitären Tendenzen, die die FPÖ aufweist, gewinnen in Österreich immer mehr Einfluss.

Vorwort | Christine Recht | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Sie habens versucht, wirklich. Um von der ÖVP in die Regierung geholt zu werden, haben sie gleich einmal die Hälfte ihres Wahlprogramms gestrichen, wie Andreas Khol in seinem unlängst veröffentlichten Tagebuch bemerkt. Programme sind nicht wichtig, solange die Bewegung weitergeht. Sie geht nicht.

Den Freiheitlichen laufen nicht nur die Wähler in Scharen weg, auch Politiker und Politikerinnen sind inzwischen rar oder setzen sich fluchtartig noch vor Amtsübernahme ab. Der Versuch, "Kärntn is lei aans" auf Österreich zu übertragen und die Einheit der Volksgemeinschaft unter ihrem Vertreter herzustellen (Haider 1992: "Ich vertrete längst die Mehrheit der Österreicher"), ist vorläufig gescheitert. Keine Bewegung ohne Massen; die Bewegung als Absetzbewegung. Dennoch agiert die F im politischen Feld, wie es ihr gefällt: Sie hat gerade in Menschenrechts- und Demokratiefragen weite Strecken der offiziellen Politik dominiert, die Demokratie gilt heute in vielen Bereichen als gefährdet,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige