Aufbruch abgebrochen?

Ein Jahr Wende. Der Februar 2000 war nicht nur Geburtsmonat der schwarz-blauen Regierung, sondern auch einer Bewegung, die sich mit dem Begriff "Zivilgesellschaft" schmückte. Ein Jahr nach der Wende ziehen Protagonisten und Kritiker der zivilgesellschaftlichen Opposition Bilanz.

Politik | Klaus Taschwer | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Selbst Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sah sich im stürmischen Februar des Vorjahrs veranlasst, den "Aufbruch der Zivilgesellschaft" in Österreich zu begrüßen. Ob diese Würdigung Zynismus war oder von einer gewissen Begriffsverwirrung herrührte, weiß nur Schüssel. Klar ist jedenfalls, dass die Zivilgesellschaft nach der "Wende" wichtig und selbst zum Gegenstand etlicher intellektueller Debatten wurde. Zum Wendejubiläum diskutieren nun vier Fachleute, was aus diesem Begriff geworden ist: Isolde Charim ist Philosophin und Publizistin und Mitglied der Demokratischen Offensive, Rainer Bauböck ist Politikwissenschaftler und bis Februar Gastprofessor an der Universität Malmö; Emil Brix ist Historiker, ehemaliger Kulturattache in London und arbeitet zurzeit im Außenministerium; der kroatische Publizist und Philosoph Boris Buden lebt seit zehn Jahren in Wien.

Falter: Mit der Wende kam in Österreich die Zivilgesellschaft vor allem als Opposition gegen die Wende. Was hat es damit auf


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige