Böse Helene?

FPÖ. Helene Partik-Pable wird FPÖ-Spitzenkandidatin in Wien. Sie hätte eine schillernde Politikerin werden können. Doch daraus wurde nichts.


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Plötzlich wird es finster im Saal. Fanfaren schmettern, Scheinwerferkegel kreisen, Hunderte Delegierte recken ihre Köpfe, um in Standing Ovations für das einfache Parteimitglied zu verfallen. Nur eine Delegierte blieb am vergangenen Sonntag beim Neujahrstreffen der FPÖ sitzen. Helene Partik-Pable hatte im Augenblick Wichtigeres zu tun. In der ersten Reihe sitzend, strich die neue Spitzenkandidatin ihrer gelähmten Tochter Almut eine Locke aus dem Gesicht.

"Ich mag solche Triumphzüge nicht", sagt Helene Partik-Pable. Offiziell wollte die 61-Jährigeauch nicht Spitzenkandidatin werden, sondern sich um ihr Kind kümmern. Jörg Haider, der "nicht sonderlich auf mich steht", hat sie dennoch überredet. Nun steht sie wieder im Rampenlicht.

Wer ist diese Frau? Und was will sie? Man könnte es sich leicht machen und die Juristin ins ausländerfeindliche Eck stellen. Dort verbringt sie bekanntlich einen Teil ihres politischen Alltags. Nicht nur der skandalöse Spruch von den afrikanischen Drogendealern,

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