Hupf in Gatsch

Theater. Untersuchungen an österreichischen Autoren: Martin Kusej stellt im Burgtheater Schönherrs "Glaube und Heimat" aus, Kurt Palm demontiert in Graz Nestroys "Einen Jux will er sich machen".

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Der eine ist 45, hat gerade zum ersten Mal am Grazer Schauspielhaus inszeniert und steht am Beginn seiner (zweiten) Karriere als Theaterregisseur. Der andere ist 40, hat Graz längst hinter sich und gehört zwischen Zürich und Hamburg, Wien und Salzburg derzeit zu den begehrtesten Regisseuren überhaupt. Biografisch (und ästhetisch) haben Kurt Palm aus Timmelkam (OÖ) und Martin Kusej aus Ruden (Kärnten) wenig gemeinsam. Aber der Zufall wollte es, dass am vergangenen Samstag beide mit Inszenierungen österreichischer Erfolgsstücke Premiere hatten.

Kurt Palm ist als Obmann der Wiener Antitheatertruppe Sparverein Die Unzertrennlichen bekannt und als Erfinder von "Phettbergs Nette Leit Show" sogar ein bisschen berühmt geworden. In der Provinz arbeitet er nun daran, sich auch als "ernsthafter" Regisseur einen Namen zu machen. Anders als beim Sparverein, wo sich Palm mit einer Laientruppe hauptsächlich exotischen Autoren und obskuren Texten widmete, nimmt er sich im Stadttheater die gängigen


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