Schöne Tage

Film. Die Retrospektive "Zwischenstation" bringt österreichische Fernsehfilme ins Kino, die es im österreichischen Fernsehen schon lange nicht mehr spielt.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Früher war alles irgendwie besser. Wolfgang Ambros zum Beispiel. So oder ähnlich könnte man den Begriff Historisierung volkstümlich auch übersetzen. Anno 1976, als Rainer Boldt für den ORF das Fernsehspiel "Der Fehlschuss" drehte, mag niemand etwas Besonderes dabei gefunden haben, den Erfinder des Austropop in einer Hauptrolle zu sehen. Ganz anders heute, 25 Jahre danach. Man fasst es kaum: Ambros spielt Jacob, einen jungen Metallarbeiter vom Land, dessen große Leidenschaft das Kicken und dessen einziges Ziel die Karriere bei einem richtigen Verein ist - und das auch noch recht überzeugend!

"Der Fehlschuss" ist die wahrscheinlich kurioseste der 19 unter dem Titel "Zwischenstation" gezeigten Produktionen, die zwischen 1970 und 1986 von der österreichischen Fernsehanstalt hergestellt wurden. Gerald Szyszkowitz, seinerzeit Leiter der Abteilung Fernsehspiel des ORF, hat die Grundhaltung der Fernsehspieldramaturgie jener Zeit später, vage und wagemutig zugleich, als einem kritischen


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