Klampfen unter Achseln

Musik. Eine kleine Sammlung verhältnismäßig neuer Namen aus dem totgeglaubten Genre der Singer-Songwriter.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

"I'm not afraid of anything in this world / There's nothing you can throw at me that I haven't already heard / I'm just trying to find a decent melody / A song that I can sing in my own company" (U2, "Stuck in a moment you can't get out of") Jene unvorsichtigen ersten Zeilen des letzten U2-Hits ließen sich bei schlechter Laune leicht als resignativ bis reaktionär auslegen. Trotzdem fassen sie ganz gut zusammen, warum einer zu Anfang des 21. Jahrhunderts überhaupt noch Lieder schreiben wollen könnte. Was sich im konkreten Falle von U2 auf die Rückkehr zur simplen Songform nach einer Phase des aufgeregten Tüftelns mit technologiebeflissenen Geistern wie Howie B beziehen mag, reflektiert eine weit verbreitete Erfahrung: Die in der Rezeption des Pop seit längerem anhaltende Obsession von Sounds und Genre-Querungen hat in so mancher abendländischen Seele ein unerfülltes Bedürfnis nach melodiös vorgetragenen Storylines und Pointen hinterlassen.

Genau dort liegt


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