Ein Fisch wird kommen

Neues Lokal. Die sich in Wien allgemeiner Beliebtheit erfreuenden Laufband-Sushis haben eine flüssige Konkurrenz bekommen.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 04/01 vom 24.01.2001

Mag sein, dass das Prinzip des Buffets - also essen, so viel wie reingeht und dann noch ein bisserl was - sich auf der ganzen Welt der gleichen Beliebtheit erfreut, in Wien kommts jedenfalls besonders gut an: Wettkampf, Neid, Missgunst, Maßlosigkeit, Täuschung und Verdrängung, das sind die wesentlichen Charaktereigenschaften, die man beim Gang zum Buffet mitbringen sollte. Super, wenn da nicht die unangenehm sportliche Komponente wäre, also immer aufstehen und Nachschub holen, weil man ja mehr als zwei gehäufte Teller so schwer tragen kann. Ein Dreifach- Hoch also auf den Erfinder der Laufband-Sushis, bei dem einem das Essen am Maul vorbeifährt und man nur zuzuschnappen braucht.

Und weil sich alles noch ein bisschen variieren lässt, wurde vor kurzem im ehemaligen Gürtel-Lokal Borsalino eine Art kirschholzverkleidetes Kanalsystem installiert, auf dem in zügigem Tempo kleine Plastikschiffchen verkehren, die mit je zwei Tellerchen asiatischer Happen beladen sind. Entgegen aller Befürchtungen

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