Die Wende denken

Seinesgleichen geschieht. Ein Jahr danach: die Wende und wir, ihre mehr oder weniger teilnehmenden Betrachter.


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Ein Jahr danach erfreut sich Österreichs politische Öffentlichkeit am Rückblick; es interessiert allerorten das Zeitgeschichtliche, weniger das Politische. Mit Recht: Es ist tatsächlich etwas zu Ende gegangen. Das Ende traf hierzulande mit der üblichen Verzögerung ein. Die Welt ist seit 1989 aus ihrem Nachkriegsgleichgewicht geraten; der Eiserne Vorhang fiel. Die Balance des Schreckens war dahin; die EU begann sich als Gegengewicht zum asiatisch-pazifischen Raum herauszubilden. Österreich hat Anfang 2000 nur jene Wende nachvollzogen, die im Westen Jahre zuvor stattgefunden hatte. Reagan, Kohl und Thatcher waren deren Galionsfiguren gewesen. Die Geschichte ist bekanntlich nicht nur in der Phrase ohne Ironie, und so kam es, dass Österreich seine Wende unter umgekehrten internationalen Vorzeichen vollzog: Nun regierten überall die Sozialdemokraten, die Clintons (wenn man den außerhalb dazurechnen darf), die Blairs und die Schröders.

Nicht nur die Wähler, auch konservative Denker

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