Schweine und Schafe

Schweineskandal. Am Schweineskandal sind nicht einzelne "schwarze Schafe" schuld; er ist die logische Konsequenz der Intensivtierhaltung.

Vorwort | Michael Buchner | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Rund eineinhalb Jahre recherchierte der Tierschutzverein Vier Pfoten in Österreich, Deutschland und der Schweiz, um den "Schweineskandal" aufzudecken. Anfangs gab es nur einzelne Hinweise auf einen Medikamentenschwarzmarkt. Schon bald war klar, dass es sich um ein groß angelegtes und länderübergreifendes kriminelles Netzwerk in der Schweinebranche handelt.

Im Dezember 2000 war es schließlich so weit. Vorerst verlief alles nach Plan: Bei ersten Razzien bei deutschen Tierärzten und einem mutmaßlichen österreichischen Zwischenhändler wurden zwei große Lager ausgehoben und kistenweise Medikamente beschlagnahmt. Dass aus dem Umfeld der Händler Warnungen an die engsten "Geschäftspartner" weitergegeben werden würden, war klar. Womit nicht gerechnet werden konnte, war, dass der steirische Agrarlandesrat Erich Pöltl (ÖVP) bereits am Vorabend der Aktion in einer Presseaussendung bekannt gab, dass Hausdurchsuchungen stattfinden würden, und so die Betroffenen warnte. Eine Anzeige gegen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige