Wien, wie es ist

Wiener Wahl. Vergangene Woche ließ die SPÖ die Rathaus-Koalition mit der ÖVP platzen. Was hat Rot-Schwarz in Wien eigentlich alles weitergebracht? Und was haben Häupl, Görg & Co ordentlich versemmelt? Eine Bilanz in drei Teilen.

Politik | Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Nur der Bürgermeister schweigt. Er hat schließlich zwei Optionen im Talon. Stellvertretend für Michael Häupl gab sein Klubchef Johann Hatzl vergangene Woche das wenig überraschende Programm der SPÖ für die Wien-Wahl aus: "Bürgermeister bleiben." - Mit wessen Hilfe, darüber will Häupl bis nach dem 25. März - zumindest offiziell - nicht reden.

Das erledigen ohnehin die Spitzenkandidaten der anderen Rathaus-Parteien. Seit Häupl vergangene Woche den Rathauspakt mit der ÖVP platzen ließ, orgeln sie die für sie genehme Regierungskonstellation noch heftiger: Bernhard Görg beschwört die "großen Erfolge" der bisherigen Koalition. Die wendegeilen Grünen die "rot-schwarze Stagnation". Die frisch gebackene freiheitliche Spitzenkandidatin, Helene Partik-Pable, schießt sich - nebst Ausländern und Drogen - erwartungsgemäß auf beide Varianten ein: Sie diagnostiziert "ein Versagen" der bisherigen Stadtregierung und warnt gleichzeitig vor dem drohenden "rot-grünen Chaos" in Wien.

Zeit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige