"FPÖ hat interveniert"

FPÖ. Was ist denn da los? Helene Partik-Pable gibt in einem vertraulichen Brief zu, dass die Wiener Freiheitlichen wegen der strengen Fremdengesetze für Ausländer interveniert haben. Solange es opportun war.

Politik | Florian KLenk | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Vergangene Woche legte sie schon wieder los: Über "Inder, die importiert", und "Chinarestaurants, die statt Beisln gefördert" würden. Wenn es um Ausländer geht, ist Helene Partik-Pables Weltbild einfach und radikal gestrickt. Doch die neue blaue Frontfrau und ihre Wiener Parteikollegen, so beweist nun ein vertraulicher Brief, der dem Falter vorliegt,dürften den harten Antiüberfremdungskurs nicht immer so ganz eingehalten haben.

Etwa im Jahr 1995. Die Fremdengesetze wurden - nicht zuletzt aufgrund freiheitlicher Ausländerparolen - von der SPÖ verschärft: Beamte tippten Kopftuchbescheide, Familien wurden zerrissen, das Lichtermeer zog über den Ring. Öffentlich gaben sich Helene Partik-Pable & Co unbeeindruckt.

Hinter den Kulissen agierten die überfremdungsverängstigten Blauen aber manchmal gegen ihre Überzeugung. Die Wiener FPÖ, so beweist der vertrauliche Brief Partik-Pables aus dem Jahr 1995, dürfte dann, wenn es politisch opportun war, auch schon mal ein bisserl interveniert

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