Bildungslose Bilderflut?

Museen. Lorand Hegyi wird das Museum Moderner Kunst nach dessen Überführung in die Vollrechtsfähigkeit nicht mehr leiten. Er befürchtet, dass eine Kommerzialisierung auf Kosten des Bildungsauftrages des Museums gehen wird.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Der Ort, den ich Ihnen vorschlage, ist vielleicht etwas ungewöhnlich", antwortet Lorand Hegyi auf die Interviewanfrage des Falter. "Treffen wir uns am Flughafen, nachdem ich eingecheckt habe." Der Direktor von Österreichs größter staatlicher Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst hat den Ruf eines Vielfliegers, der sein Büro nur sporadisch betritt, und das weiß er: "Ich reise, weil ich arbeite, und ich finde das sehr provinziell, dass man immer darauf hinweist, dass ich sehr oft im Ausland bin. Das Museum macht ein internationales Programm, und das kann man nur dann seriös machen, wenn der Direktor internationale Kontakte hat."

In absehbarer Zeit wird sich Hegyi mit solch provinziellen Fragen nicht mehr herumschlagen müssen. Bis 1.1.2002 wird das Museum Moderner Kunst/Stiftung Ludwig, kurz MMKSLW, in die Vollrechtsfähigkeit übergeleitet sein - und dann wird der Direktor nicht mehr Hegyi heißen. Der Titel Direktor wird durch die Bezeichnung Geschäftsführer oder Geschäftsführerin


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige