Sideorders: Top of Gerngross

Stadtleben | aus FALTER 05/01 vom 31.01.2001

Essen muß in einem Großkaufhaus ganz einfach sein. Das hat keine versorgungsmäßigen Gründe: Die Nahrung soll nicht verhindern, dass die Leute vor Schwäche umkippen und in irgendwelchen stillen Ecken der Möbelabteilung verenden, sondern einfach das Einkaufserlebnis verstärken. Außerdem lockt man mit Futter die Leute immer noch am besten (Sex kommt bei Familien nicht so gut). Der Gerngross (7., Mariahilfer Str. 42-48) ist nach dem Jungle-City-Flop seit zwei Jahren ein Restaurant-Floor in progress: Steak Point,tägl. 9-2 Uhr.

Hier schwimmen diverse rote Steaks im Öl, aufgrund der aktuellen Situation werden auch verstärkt Pute und Schwein als Steak verkauft. Vorsicht bei den Preisangaben, die sind pro 100 Gramm angegeben, der wirkliche Preis kann fünfmal so hoch sein.

City Lights, tägl. 9-2 Uhr.

Macht auf amerikanisches Grand Cafe, verfügt über eine einigermaßen unaufregende Speisenauswahl, aber Ally McBeal ist ja auch magersüchtig. Der Hit ist zweifellos die riesige Terrasse im Sommer, Menschen, die sich businessmäßig geben wollen, schätzens hier auch winters.

Vom Feinsten,Mo-Sa 10-22 Uhr.

Wo der Dschungel wucherte, grassiert jetzt die Holzhüttenatmosphäre, alte Küchenutensilien baumeln von der Decke, man bekommt Krautfleisch, Berner Würstel, Schweinsbraten und Riesenwiener. Donnerstag ist Sparerib-Tag.

Akakiko,tägl. 10-24 Uhr.

Eines der beiden größten Restaurants der Kette, im pseudojapanischen Stil gehalten, breite Auswahl japanisch orientierter Snacks und Gerichte von verlässlicher Qualität, aber nicht mehr. Ebenfalls riesige, tolle Terrasse.

Testa Rossa eröffnet demnächst im Gerngross.


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