"Es wird Krieg geben"

Ausland. Israel und seine Nachbarn - ein Lokalaugenschein bei einer scheinbar unvermeidlichen Krise.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Die letzten Israelis in Beirut waren jene Kampfpiloten, die vor eineinhalb Jahren das Umspannwerk von Psalim bombardierten. Der halbe Libanon war danach tagelang ohne Strom. In den südlichen Stadtvierteln prägen die bärtigen Mullahs der schiitischen Hisbollah das Stadtbild. Mustafa Pirani ist mit Frau und Kind in den Bergen des Schuf bei einem gezielten israelischen Raketenangriff ermordet worden, das weiß hier jedes Kind. Dazwischen die lange Reihe von islamischen "Märtyrern", die im selbstmörderischen 18-jährigen Kleinkrieg die israelischen Streitkräfte zum Rückzug aus dem Südlibanon gezwungen haben. Der Feind hat überall seine Spuren hinterlassen. Irgendwo hier hat Ehud Barak 1973, in Frauenkleidern getarnt, eigenhändig ein palästinensisches Kommando des "Schwarzen September" kaltgestellt.

Wir folgen den gelben Fahnen der Hisbollah zum hochmodernen Spitalskomplex der islamischen Bewegung: Imam Chomaini auf marmorverkleideten Wänden. Ob in der Radiologie oder bei der Blutplasmaanalyse:


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