Dolm der Woche: Michael Krüger

Politik | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Nein, wir haben nicht vergessen, das Wort "Hero" in der obersten Zeile durchzustreichen. Michael Krüger hat als freiheitlicher Politiker schon viel Kurioses zustande gebracht. Nun ist ihm das Kunststück gelungen, sich gleichzeitig für beide Kategorien zu qualifizieren. Zuerst sah Krüger schon wie ein Held aus, als er als so ziemlich einziger Politiker mit klugen Argumenten die Magazinehe von trend/profil-Verlag und News-Gruppe kritisiert hatte. Gar nicht FPÖ-like, so viel Sorge um die Medienvielfalt. Doch dann brach bei Krüger wieder der Freiheitliche durch:Bei der parlamentarischen Debatte um die Entschädigung von Arisierungsopfern warf er dem Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, nicht nur vor, persönliches Interesse über Opferinteressen zu stellen, sondern auch, "eine Phraseologie" zu verwenden, die der "furchtbaren NS-Phraseologie entnommen" worden sei. Ein klassischer Dolm!


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