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Wiener Slums. Der "Falter" berichtete über das Schicksal einer alten Frau in einem versandelten Ottakringer Wohnblock. Jetzt will die Stadt noch einmal versuchen einzugreifen - sofern ihr das möglich ist.

Politik | Gerald John | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Abbröckelnde Wände, ein löchriges Dach, Eindringlinge in leer stehenden Wohnungen: ein Slum, mitten in Ottakring. Der Falter (51-52/00) hat über die Zustände im alten Wolner-Hof berichtet. Und über Auguste Schinko, die dort wohnt und bereits von Pontius zu Pilatus gelaufen ist, um auf die Misere aufmerksam zu machen, aber nichts erreicht hat. Jetzt haben sich Mitarbeiter des Wohnbaustadtrates Werner Faymann gemeldet: Sie wollen helfen.

"Ich möchte hier nicht wohnen", sagt einer der Besucher. Aber aus den Socken, das sieht man ihm an, wirft es ihn nicht. Die beiden sind Mitglieder der städtischen "Antispekulationstruppe" und deshalb vieles gewöhnt. Bei Lokalaugenscheinen lernen sie versiffte Buden, säumige Hausherren und verzweifelte Mieter kennen. Wie viele Spekulationshäuser es in Wien tatsächlich gibt, weiß niemandgenau - jedenfalls sind es, obwohl die Goldgräberstimmung unter den Spekulanten nach dem Platzen der EXPO abgeflaut ist, immer noch genug.

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