Neue Platten

Kultur | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Jazz Rebekka Bakken / Wolfgang Muthspiel: Daily Mirror material records / edel Hefte raus, mitschreiben: Rebekka Bakken. Prägen Sie sich den Namen der norwegischen Singer/Songwriterin ein. Oder noch besser: Besorgen Sie sich ihre jüngste CD, auf der sie vom österreichischen Gitarristen Wolfgang Muthspiel begleitet wird, der ihr auch die meisten der elf Stücke sozusagen in die Kehle geschrieben hat. Von Songs kann nicht uneingeschränkt die Rede sein, denn die vom Österreicher Bernd Hagg verfassten (englischen) Texte ähneln komprimierten Short Stories, die von Muthspiel mit eingängigen Hook-Lines und einer musikalischen Dramaturgie versehen und von der stimmlich überaus versatilen und nachgerade hyperpräsenten Sängerin auf beeindruckende Weise zum Leben erweckt wurden. Selten ward das Feld zwischen Pop und Jazz auf so fruchtbare Weise bestellt wie hier. Joni Mitchell fiele einem etwa ein (Bakken ist freilich weniger depressiv). Es mag schon sein, dass der zweite Teil


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