Aufgeblättert

Robert Czepel | Kultur | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Lesen wir Wittgenstein, so werden wir mitunter an einen Ausspruch erinnert, den der Meister selbst gerne verwendet hat: "Ich kenne mich nicht aus." Zwar wollte Wittgenstein mit diesem Satz eine bestimmte philosophische Situation zum Ausdruck bringen. Für uns kann er jedoch eine viel trivialere Bedeutung haben: Oft verstehen wir schlichtweg nicht, was Wittgenstein mit seinen Sätzen gemeint hat. Dieser Missstand kann nun behoben werden: Das "Wittgenstein-Lexikon" von Hans-Joachim Glock bringt Licht ins aphoristische Dunkel. Die zentralen Begriffe und Themen von Wittgensteins Philosophie werden erklärt und interpretiert. Zusätzlich bietet der Band eine kurze Einführung in die Werkgeschichte. Allerdings: Das Buch richtet sich vor allem an Leser mit gewissen Vorkenntnissen in analytischer Philosophie und formaler Logik.

Als verdaulicher erweist sich der von Martin Alber herausgegebene Band "Wittgenstein und die Musik". Hierin ist neben zwei Essays des Herausgebers der Briefwechsel mit Rudolf

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