Nüchtern betrachtet: Schlechte sind noch schlechter als keine

Kultur | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, in Restaurants in unangenehme Situationen zu geraten. Die wichtigsten davon sind: a) ein Attentat der Mafia, bei dem man zu Tode kommt und mit dem Gesicht in die Pasta fällt; b) eine Szene mit einer eifersüchtigen Frau, in deren Griffweite sich Nudelgerichte befinden; c) keine Pfeffermühle. Bislang sind mir die Situationen a und b glücklicherweise erspart geblieben, wohingegen ich von c das ein oder andere Liedchen zu singen weiß. Ich bin, weiß Gott, ein pflegeleichter Kunde, der schon dem ein oder anderen Handelsangestellten ein kleines Leuchten ins Auge gezaubert oder nach Verlassen von Herrenhandtaschengeschäften das Verkaufspersonal zu hysterischem Gelächter inspiriert hat. In Restaurants erinnere ich mich freilich hin und wieder des Bonmots, demzufolge der Kunde König sei, und verlange zwei Dinge: warme Suppen und Pfeffermühlen. Noch schlimmer als keine Pfeffermühlen sind nur schlechte Pfeffermühlen. Wer fremde Wohnungen betritt,


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