Stadtrand: Flirten statt Zapfen

Stadtleben | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Der überraschende Wintereinbruch vergangenen Samstag hat mich einiges gelehrt: Erstens, dass es nicht klug ist, am Tag der matschigsten Straßen mit dem Auto mitten in der Nacht durch die Stadt zu fahren. Zweitens, dass es fast noch blöder ist, mit leerem Tank im ärgsten Schneetreiben unterwegs zu sein. Drittens, dass man ziemlich alleine dasteht, wenn man nach Mitternacht nur zum Tanken die Tankstelle am Schwedenplatz besucht. Und viertens (und am wichtigsten), dass man noch blöder angesehen wird, wenn man wirklich nur tankt und dann in seinem eigenen Auto alleine wegfährt. Denn (nur) zum Tanken sind die Tankstellen am Samstag scheinbar nicht da. Paarungswillige, vergesstSingleclubs, schlechte Discos und Aufreißzonen! Kommt zur Tankstelle. Am besten mitten in der Nacht. Dort warten die Keiler, die dringend und für zumindest eine Nacht ein fremdes Bett suchen. Zwischen Getränkedosen, Chips und Hundefutter wird umherflaniert und nach vereinigungsbereiten Opfern Ausschau gehalten. Und die scheinen auch zu kommen, denn sonst würden "Nurtanker", die danach wieder ins (eigene) Auto springen, nicht so komisch angesehen. Paarungswillige, probiert es auf der Tankstelle! Benzinkäufer, geht unter der Woche tanken und überlasst die Zapfsäulen Samstagnacht den Flirtern! N.H.


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