Family Affairs

Neues Lokal. Der Sohn, Enkel und Großneffe dreier bedeutender Wiener Wirte übernahm das traditionsbehaftete Gösser Bräu.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Harald Wegenstein hatte zwar bei seinem Vater im wunderbaren Gasthaus Wegenstein in der Lerchenfelder Straße gelernt (unter anderem die legendären und geheimnisumwitterten Blut- und Leberwürste zu machen), war dann aber zum Verkehrsbüro gegangen, um dort als Geschäftsführer sein Geld zu verdienen. Und als dieses Verkehrsbüro voriges Jahr im Zuge einer großen Verlustverschiebeaktion die Wigast übernahm, blieb das Gösser Bräu irgendwie über (die Wienerwald-Lokale wurden nach Deutschland verkauft) und musste schließen. Was dem jungen Harald Wegenstein einen gehörigen Frust verpasste - "meine Gastronomenseele hat geblutet" -, schließlich musste er am eigenen Leib erleben, wie Gasthauslegenden verschwinden und mit ihrem Ruf Schindluder getrieben wird: Billa hatte das einst als Politikerbeisl bekannte Gasthaus Weißer Schwan seines Großvaters in Nussdorf gekauft und damit blöderweise auch den Namen Wegenstein und genauso das legendäre Gasthaus Koranda seines Großonkels in der


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