Tier der Woche: Hundeliebe

"Heute ist Grolli Ausländerfeind und mit zwei Schweinen befreundet" - "Format", Nr. 5/01

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 06/01 vom 07.02.2001

Ein Jahr nach der Wende deckten zwei unerschrockene Reporter auf: Der einstige enge Vertraute von Exbundeskanzler Klima, der kaukasische Hirtenhund Grolli, lebt zurückgezogen und elend im südburgenländischen Ausgedinge. Vorbei die Zeiten, als man ihm einen eigenen Comic-Strip widmete, das Politbüro des Kanzlers Leserbriefe in seinem Namen verfasste und an die Zeitungen schickte und man Sozialdemokratie noch mit Großbuchstaben schrieb.

Wir sind natürlich geschockt und fühlen uns gleichermaßen verstoßen. Auch Socks, einstige First Cat, durfte nicht mit Bill Clinton nach New York übersiedeln. Obwohl der Expräsident an einer Katzenallergie litt, ließ er in besseren Tagen die Presse wissen, dass er sich nie von seinem Kater trennen würde. Das Pariser Musee Grevin setzte daraufhin der Wachsfigur Clintons auch einen wächsernen Socks auf die Schulter. Auch das, vorbei.

Das mediale Interesse an den Haustieren hoher Tiere hat lange Tradition: 1952 berichtete die New York Post über den


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