Vor 20 Jahren im Falter

... war von BSE noch lange keine Rede, doch das wachsende Misstrauen gegenüber einer völlig technisierten Landwirtschaft lies Konsumenten und Bauern zur Selbsthilfe greifen: Sie gründeten die Genossenschaft Bersta.

Vorwort | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Trotz Förderungsmaßnahmen hat sich die wirtschaftliche und soziale Situation der Bauern im oberen Waldviertel ständig verschlechtert. Schuld daran ist eine Agrarpolitik, die aus ökonomischen Gründen Bauern in den Gunstlagen bevorzugt. Der Trend zur großflächigen, voll technisierten Agrarproduktion ist immer noch beherrschender Gedanke, die Zentralisierung des Kapitals in Regionen, wo seine höchste Verzinsung zu erwarten ist, stellt noch immer die vorderste Triebkraft im kapitalistischen Profitdenken dar. Das heißt auf die Landwirtschaft bezogen: Nur jener Bauer mit genügend großem Grund, mit guten Bodeneigenschaften und vorteilhaften klimatischen Bedingungen kann in einem Wettkampf mithalten, der von ihm immer höhere Investitionen bei stagnierenden Verkaufserlösen verlangt.

Durch Ausschaltung des Zwischenhandels ist es der Bersta möglich, diesen Bauern ein einem Industriearbeiter äquivalentes Einkommen zu verschaffen: vierzig bis fünfzig Schilling in der Stunde, anstatt zehn


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