"Wahlrecht für alle Ausländer"

Wiener Wahlen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl über die Rot-Grün-Teaser der FPÖ, die neue Ausländerfreundlichkeit der SPÖ, den "Pick" auf Alfred Gusenbauer und sein Jobangebot an den ÖVP-Kulturstadtrat Peter Marboe.

Politik | Gerald John und Armin Thurnher | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Michael Häupl hasst Wahlplakate. Auch die eigenen. "Das Fotografieren ist eine wahre Tortur", schimpft der Bürgermeister: "Des san zwa Stunden - schwachsinnig!" Die Sujets der anderen Parteien machen Häupl, mächtigster Mann in der Wiener SPÖ und mindestens zweitmächtigster in der Bundespartei, noch weniger Freude. Die FPÖ malt flächendeckend das rot-grüne Chaos mit "mehr Drogen", "mehr Demos" und vor allem "mehr Ausländern" an die Wand. Die Kronen Zeitung haben die Blauen damit schon wieder aufgescheucht - das Boulevardblatt ist darüber besorgt, dass Ausländer künftig auf Bezirksebene wählen könnten. "Eine Änderung des Wahlrechts nur bei breitem Konsens", beruhigte SP-Integrationsstadträtin Renate Brauner umgehend. Doch nun prescht im Falter der Boss himself vor: "Wahlrecht für alle Ausländer" kündigt Häupl erstmals an - und zwar nicht nur in den Bezirken, sondern auf allen Wiener Ebenen.

Falter: Wie gefallen Ihnen die Rot-Grün-Plakate in der Stadt?

Michael Häupl: Diese


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