Der Hof-Narr

Wann I Buagamasta warat. Eine rasante Radltour mit Verschnaufpausen in Innenhöfen: Grünen-Spitzenkandidat Christoph Chorherr erklärt seine Vision von Wien nicht in einem Grätzel, sondern anhand der halben Stadt.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Nein, es hat nicht ökologisch korrekte Gründe, warum sich Christoph Chorherr für seine Tour auf den Drahtesel schwingt; sein PR-Stab hat ihm davon wegen des ohnehin schon vorhandenen Autofresser-Images sogar abgeraten: "Der wahre Grund ist", sagt Wiens Ober-Grüner, "dass wir so viel mehr davon sehen können, was ich alles verändern will." Stimmt, verändern möchte der wendefreudige Spitzenkandidat jede Menge. Vorab: Aus der Falter-Vorgabe eines Grätzel-Rundgangs ist eine Radtour durch halb Wien geworden. Aus Chorherrs angekündigten "knappen zwei Stunden" dreieinhalb.

Dabei hat alles gemütlich begonnen: Am Erlachplatz, im Herz von Favoriten. Dort steht bereits ein von Chorherr konzipiertes Studentenheim. Der hypermoderne Glas-Beton-Bau hebt sich wohltuend von der faden Vorstadtgegend ab. Drinnen leben Studenten aus achtzehn Nationen und essen gerade Warmes aus der Dose. "Licht, Licht, Licht", sagt Chorherr in einem der hellen Aufenthaltsräume, "das war mir wichtig." Und konstatiert


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige