Cooles Wendebüchlein

Politisches Buch. "Standard"-Journalist Michael Fleischhacker versucht sich mit seinem Essay "Wien, 4. Februar 2000 oder Die Wende zur Hysterie" unter die "coolen Wendephilosophen" zu schreiben.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Umfrage bei der Falter-Redaktionssitzung: Wer war bei der Kundgebung gegen Schwarz-Blau im Februar 2000? Alle bis auf zwei waren dort. Und wer demonstrierte zum Jahrestag der Wende? Nur zwei Hände heben sich. Da haben wir es. Wir waren hysterisch.

Der Standard-Journalist Michael Fleischhacker erklärt in seinem Buch "Wien, 4. Februar 2000 oder Die Wende zur Hysterie" ganz Österreich für hysterisch, weil "ein Regierungswechsel, der in jeder Demokratie selbstverständliche Normalität sein sollte, ein Land beinahe aus den Fugen geraten ließ". Der Autor legt das Land auf die Couch und analysiert es nach den Maßstäben Stavros Mentzos, wonach die Hysterie als Instrumentarium gilt, "mit dessen Hilfe die vielen - häufig unbewußten - Inszenierungen aller Seiten nicht als krankhafte Äußerungen, sondern als Erscheinungen eines gängigen, sehr oft in die Normalpsychologie hineinreichenden Modus der Konfliktverarbeitung verstanden werden können". Diese Inszenierungen könne man auch als "unecht


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