Kommentar: Problem Eminem: Sprechen Sie HipHop?

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Die aktuelle Europa-Tournee des US-Rappers Eminem führt nun auch in Österreich zu einer Auseinandersetzung mit der problematischen Sprache des HipHop, deren frauen- und schwulenfeindliche Tendenzen Eminems Texte auf die Kulturseiten von profil und Standard gebracht hat.

Anlass für dergleichen Aufarbeitung hätte schon der letztjährige Auftritt des deutschen Rappers Ferris MC beim FM4-Fest geboten, der nicht nur die üblichen Posen und Zoten ablieferte, sondern plötzlich begann, die "Pop-Rapper" samt ihren "schwulen Produzenten" zu dissen. Die Aufregung war groß, Operator Burstup von der Wiener Formation Schönheitsfehler war mit dem "Faschismus"-Vorwurf zur Hand, und FM4-Moderator Martin Blumenau sah das im ersten Moment auch nicht wirklich anders. Der Rapper selbst verstand die Aufregung bis zuletzt nicht. Dass tatsächlich jemand "homosexuell" versteht, wenn er "schwul" sagt, blieb ihm unerklärlich - in der HipHop-Sprache ist nämlich alles ganz anders.

Der saloppe Ausspruch "Biste


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