Mund auf, Augen zu!

Film. Zehn Jahre nach dem "Schweigen der Lämmer" bekommt Dr. Lecter es mit anderen Herdentieren zu tun. Die Thriller-Fortsetzung "Hannibal" tischt noch einmal auf, was uns heutzutage an Hollywoods Serienmördern fasziniert.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Mit dem Satz "I'm having an old friend for dinner" verabschiedete sich Dr. Hannibal Lecter telefonisch von FBI-Agentin Clarice Starling und stolzierte, einen Panama-Hut auf dem kranken Kopf, in eine fünfminütige Schlusseinstellung. Am Ende des Schockers "Das Schweigen der Lämmer" war die Bedeutung seiner Worte klar: Dr. Lecter - Psychiater von Beruf, Menschenfresser aus Passion - folgte seinem ehemaligen Kerkermeister, dem Leiter einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, um ihn zu verspeisen.

Zehn Jahre nach "The Silence of the Lambs", Jonathan Demmes Adaption eines Bestsellers von Thomas Harris, zieht es den flüchtigen Doktor (samt Panama-Hut) in "Hannibal" nach Florenz. Dort spielt ein Gutteil der Handlung von Harris' 1999 erschienener Fortsetzung "Hannibal the Cannibal" und von Ridley Scotts Verfilmung. Sein Faible für Florenz hatte der von Sir Anthony Hopkins verkörperte Feinspitz implizit schon in seiner ersten Szene in "Silence of the Lambs" bekundet: Nach der selbst


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