Mund auf, Augen zu! /Produzent Dino De Laurentiis: "Federico, du bist verrückt"

Kultur | Interview: Andreas Ungerböck | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Dino de Laurentiis gehört zu den letzten Überlebenden der alten Produzentenherrlichkeit im Filmgeschäft. 1919 in der Nähe von Neapel geboren, ist er seit den späten Dreißigerjahren in der Branche tätig. Nach dem Krieg produziert er Klassiker wie Giuseppe de Santis' "Riso amaro" (1948), mit dem Silvana Mangano, später Ehefrau des Produzenten, zum Star wird. Es folgen Viscontis "Lo straniero", de Sicas "L'oro di Napoli", Rossellinis "Europa 51" und Fellinis "La strada" und "Le notti di Cabiria" (beide oscargekrönt), daneben Mammutschinken wie "Krieg und Frieden", "Barrabas" und "Die Bibel". Unweit von Rom entsteht sein eigenes Studio, Dinocitta, das Anfang der Siebzigerjahre mit 30 Millionen Dollar in der Kreide steht. De Laurentiis verkauft es und geht nach Amerika, wo er erneut Erfolg hat: Filme wie "Serpico", "Death Wish", "Ragtime" und "Conan the Barbarian" erweisen sich als Kassenschlager. Insgesamt heimsen seine Filme 30 Oscar-Nominierungen, mehrere Golden Globes und Hauptpreise


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