Die Dorian Grays des Pop

Musik. Das Musik-Kollektiv FSK erfindet sich auf seinem neuen Album "X" einmal mehr neu und feiert sein zwanzigjähriges Jubiläum mit einer Konzertreise.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Am Anfang war das Wort", heißt es. Bei FSK und auf ihrer zehnten, sinnig mit "X" betitelten CD hingegen steht das Wort ganz am Ende. Erst nach fünf entspannt driftenden Minuten mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards schälen sich da, in monotonem Rhythmus wiederholt, einzelne Worte heraus: "Busta Rhymes", "Lido", "Charleston Machine", "Casino" und "Haus der Kunst". Das sind sie auch schon, die gesammelten "Texte" der Platte und zugleich die Songtitel von fünf der neun Tracks; der Rest ist rein instrumental gehalten.

"Wir sind dabei auszuloten, was sich auch ohne Worte erzählen lässt", kommentiert FSK-Mitbegründer Thomas Meinecke den Ansatz der Band im Falter-Gespräch. Schließlich hat nicht nur Meinecke in seinen anderen Beschäftigungen als Radiomacher beim Bayrischen Rundfunk ("Zündfunk") und Romanautor ("Tomboy") ohnehin den lieben langen Tag mit Worten zu tun. Auch FSK haben seit 20 Jahren in unzähligen Liedern von deutscher Geschichte bis zu geschlechtlicher Identität


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