Neue Platten

Kultur | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Pop Outkast: Stankonia Arista/BMG "The South got something to say." Mit dieser Kampfansage an die Ost- und Westküste trat das HipHop-Duo Outkast 1994 an und hatte umgehend Erfolg. Mit ihrer vierten CD "Stankonia" haben Antoine "BigBoi" Patton und Andre "Dre" Benjamin aus Atlanta ihr Konzept, Lokal-Kolorit mit einem universalistischen Musikverständnis zu paaren, perfektioniert: Ob Gitarrensamples, Kinderliedmelodien oder herrlich verstolperte Drum-'n'-Bass-Grooves, die Puristen das Fürchten lehren ("B.O.B.") - alles wird verwurstet. Mit diesem Mix kommen sie aber nur deshalb durch, weil darüber ein großer Zusammenhang steht: Funk im wahrsten Sinne des Wortes. "Stankonia" wird zwar als Rap-Platte verkauft, klingt über weite Strecken aber wie die moderne Variante von Parliament. Umso erfreulicher, dass diese Anachronismen den Mainstream nicht zu stören scheinen und der Heuler "Ms. Jackson" zum Welthit werden konnte.

Sebastian Fasthuber Blue Man Group: Audio Virgin


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige