"Weil ich ein Fan bin"

Musik. Stephen Malkmus, der ehemalige Vorstand der College-Rock-Heroen Pavement, erweist sich auf seinem Solodebüt als versierter Verwalter des eigenen Erbes.

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Stephen Malkmus wirkte müde und ausgelaugt, als er mit seiner Band Pavement vor knapp vier Jahren zum letzten Mal in Wien gastierte. Auf seinen drei vorangegangenen Platten hatte das US-Quintett in den frühen Neunzigern ein antimachistisches Modell feinsinniger College-Rock-Musik kultiviert, von dem sich Popkritik wie Fans gleichermaßen begeistert zeigten. Rock nach dem Ende von Rock sozusagen - schlau, vielschichtig und sensibel. Malkmus' kryptisch-assoziative und etwas verwaschen vorgetragenen Texte waren dabei ebenso charakteristisch für die Band wie ihre wunderbaren Melodien, die gerne leicht hatscherte Musik sowie ihre konsequente Verweigerung bekannter Corporate-Rock-Spielchen. Dementsprechend blieben die Fußballstadien dieser Welt stets den notorischen Alternative-Mainstream-Langeweilern der Abteilung Smashing Pumpkins & Co vorbehalten, während sich Pavement ihr Süppchen lieber in einem bewusst überschaubaren Rahmen kochten.

Als 1997 Pavements introvertierte Nabelschau "Brighten


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