Vorsicht Falle!

Behinderte. Zu tief hängende Verkehrsschilder mit spitzen Kanten verursachen Kopfverletzungen: Blinde haben es schwer im Wiener Straßenverkehr. Jetzt hoffen sie auf Verbesserungen.

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Wolfgang Kremser läuft oft gegen Hindernisse. Öfter als andere Menschen. Besonders gegen Verkehrszeichen. Der 46-Jährige ist blind, und gerade im Straßenverkehr gibt es Verkehrszeichen, die für Sehende kein Problem darstellen, gegen die Sehbehinderte oder blinde Menschen jedoch leicht mit dem Kopf anstoßen. Der so genannte Langstock hilft zwar, Hindernisse, die am Boden liegen, zu erkennen, was aber in Kopfhöhe montiert ist, können Blinde mit dem Stock nicht wahrnehmen. Auch ein Blindenhund kann dabei nicht helfen. "Es gibt in Wien einige Stellen, an denen Blinde sich verletzen können", meint Kremser, der das Verkehrsgremium des österreichischen Blindenverbands leitet. Vor allem Verkehrszeichen mit spitzen Kanten, die in Kopfhöhe montiert sind, werden zur Gefahr. "Wir wollen, dass die Verkehrszeichen einheitlich auf einer Höhe von mindestens zwei Meter zehn montiert werden." Dann hätten auch Menschen, die größer sind, keine Probleme. Momentan sieht die Straßenverkehrsordnung


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