Phettbergs Predigtdienst: Schlingensief raubt Groe¬r!

... Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren ... 1 Kor 15,45-49 (2. Lesung eines 7. Sonntags im Jahreskreis eines Lesejahres C)

Stadtleben | aus FALTER 07/01 vom 14.02.2001

Wer sonst, wenn nicht Schlingensief, wäre der Heilige unserer Tage? Jesus wie Till Eulenspiegel wären heutzutage Schlingensief. Es war wieder Samstag, das Blut rann an mir herunter. Ich ertrank im Sperma der Einsamkeit, es waren alle Möglichkeiten ausgereizt, der Hypnotiseur bewegte mir die Körperteile einzeln und ließ mich dabei zuschaun. Er versenkte mich, dann weckte er mich ein wenig, senkte mich, hob mich, hievte mich genau an den Punkt, an dem ich gerade noch gewärtigen konnte, dass ich es nicht war, der mich bewegte. Dann sagte er, zwei Türen sind im Zimmer, aber einen dritten Ausweg gibt es auch. Trotz Trance gelang mir der Witz, und ich dachte an die Möglichkeit der Fenster in oberen Stockwerken. Hellauf begeistert, hakte ich meine Missvergnügnisse ab, alle Verleidungen waren persolviert, es war still geworden um mich. Der brüllende Schmerz schreit nicht mehr. Das hysterische Wimmern der Stille. Apathisch den Massenmedien ausgeliefert. Allein.

Ich zappe, öffne den Outlook-Express,


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