Was war: Mölzers Bettelbriefe

Politik | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Haiders Kulturberater und Krone-Kolumnist Andreas Mölzer dürfte für seine rechtsnationale Postille Zur Zeit das Geld ausgehen. "Da sich der Druck unserer Gegner erhöht hat", so Mölzer in einem Bittbrief an Freunde des Blattes, drohe die Gefahr, dass die Zeitung in die Knie gezwungen werde. Besonders "Pseudo-Antifaschisten" und die "Gutmenschenszene" hätten es auf das Blatt abgesehen.Tatsächlich ist manchen das Blatt, in dem Texte von Wolfgang Schüssel und anderen Regierungsmitgliedern abgedruckt werden, ein Dorn im Auge (siehe auch Falter 07/01). Vorvergangene Woche wurde ein Autor vom Landesgericht wegen Wiederbetätigung zu einem JahrHaft bedingt (nicht rechtskräftig) verurteilt.

Was kommt: Probleme für die SPÖ Der Altkanzler und seine finanziellen Altlasten machen der SPÖ langsam, aber sicher zu schaffen. Nun wurde bekannt, dass Viktor Klima nicht nur eine mit zehn Millionen durchaus üppige Pensionsabfertigung, sondern auch einen mit rund drei Millionen dotierten "Golden Handshake" aus der OMV erhalten hatte. Auch "First Dog" Grolli darbt weiter verlassen im Burgenland.

Was fehlt: Klarheit um Oberst Rupf Eine brisante Causa rund um den Besuch des russischen Präsidenten Putin beschäftigt eine Sonderkommission im Innenministerium. Wie profil berichtet, haben Beamte am Flughafen Schwechat einem tschetschenischen Geschäftsmann die Einreise bewilligt, obwohl Terrorfahnder gegen ihnwegen Auftragsmorden ermitteln. Alfred Rupf, Chef der Schwechater Kriminalbeamten, soll sich zuvor mehr als eine Viertelstunde mit dem dubiosen Geschäftsmann unterhalten haben. Obwohl der Tschetschene bereits wegen "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" ausgewiesen wurde, gestatteten ihm die Grenzschützer die Einreise. Gegen Rupf wurde bereits vor Wochen wegen dubioser Visa-Erteilungen an Mädchen aus Osteuropa ermittelt. Die Verfahren wurden jedoch eingestellt.


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