Görg und wie er die Welt sah

Wann I Buagamasta Warat. Tausche vier Buchstaben gegen dreißig Milliarden Schilling: Dürfte ÖVP-Chef Bernhard Görg sein "Vize" vor dem Bürgermeister streichen, würde er Gemeindewohnungen verkaufen und das Geld in Türmen und Wiesen anlegen. Teil IV der "Falter"-Serie über die Spitzenkandidaten und wie sie sich darstellen.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Der dunkelrote BMW rollt langsam auf die Einfahrt zu. Da reißt es den Stadtrat. Karl-Mark-Hof prangt in großen Lettern auf der Durchfahrt in den Döblinger Gemeindebau. "Na, wenigstens heißt er nicht Karl-Marx-Hof", seufzt Bernhard Görg erleichtert. Obwohl der Gründer des Wiener Volksbildungswerkes, nach dem der Gemeindebau aus den Zwanzigerjahren benannt ist, dem Wiener ÖVP-Chef politisch auch nicht unbedingt nahe stehen dürfte.

"Natürlich sollen nicht alle Wohnungen verkauft werden", sagt Görg. Dann fängt es an zu regnen. Zurück in den Dienstwagen.

Vergangene Woche hetzte der Herausforderer im grünen Trikot, Christoph Chorherr, den Falter am Fahrrad von Favoriten bis zum Nordbahnhof. Vizebürgermeister Görg erklärt seine Vision für Wien im Sitzen. Bei einem kleinen Braunen im Salettl im 19. Bezirk, über den Dächern der Stadt.

"Wenn ich Bürgermeister wär, könnte Wien einem goldenen Zeitalter entgegengehen. Wien wird immer eine brauchbare Zukunft haben, ich will aber, dass


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