"Frau Schmidt ist anrüchig"

Liberalismus. Instituts-Gründerin Heide Schmidt über das Baden im eigenen intellektuellen Biotop, den vorauseilenden Gehorsam von ORF und ATV und die Gründe, warum sie sich sicher nicht in den Wiener Wahlkampf einmischen wird

Eva Weissenberger | Politik | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Ausgerechnet im Haus der belgischen Botschaft hat sie sich eingemietet. Heide Schmidt weiß eben, was die Österreicher nicht mögen. Und kümmert sich nicht darum. Vor einem Jahr dankte die Parteigründerin als LIF-Sprecherin ab. Nun kehrt die 52-Jährige in die Politik zurück. Als Vorstandsvorsitzende ihres eigenen "Instituts für eine offene Gesellschaft" Falter: Bei der Eröffnungsmatinee Ihrer Stiftung sagte Robert Menasse, er sei des Diskutierens müde. Bloß habe er halt nichts anderes gelernt. Sie gründen nun ein Institut, das sich dem gepflegten Diskurs verschreibt. Dabei haben Sie doch einen ordentlichen Beruf, sind Juristin.

Heide Schmidt: Ich habe noch immer nicht aufgegeben, daran zu glauben, dass es sinnvoll ist, einen Beitrag für Bewegung in der Gesellschaft zu leisten. Und für - das Wort klingt leider so messianisch - ein neues Bewusstsein. Wenn jemand die Möglichkeit hat, Öffentlichkeit zu schaffen, dann muss er es tun. Ich will mich der Gesellschaft nicht

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