Maschendrahtzaun

Kleinkrieg. Großgrundbesitzer Thomas Prinzhorn hat Ärger mit dem Fußvolk. Eine schwarze Wienerwaldgemeinde und der blaue Nationalratspräsident kämpfen seit Jahren um den Hundskogel. Die Hinterbrühler wollen wandern, der Politiker will seine Ruhe.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Es ist fast ganz still. Nur zwei Vögel zwitschern. Und bei jedem Schritt knacken ein paar Zweiglein unter den Füßen. Die schwache Wintersonne blinzelt durch die kahlen Äste. Ein grün schillernder Käfer krabbelt über den weichen Waldboden. Der Wanderweg führt steil bergauf.

Plötzlich wird die Idylle brutal zerschnitten. Maschendrahtzaun. Hier endet der Weg. Das gibt Ärger mit den Nachbarn, lehrt uns die deutsche Schlagergeschichte.

Mitten im Wienerwald, zwischen Gießhübel und der Hinterbrühl, steht eine elegante, eingeschoßige Villa. Weiße Mauern, dunkelbraunes Holzdach. Vor dem Haus liegt eine gepflegte Wiese, umringt vom Naturpark Föhrenwald. Ein paar Meter entfernt ein Tennisplatz. Hier wohnt FPÖ-Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn. Anfang des Jahres kam der Politiker wegen einer prominenten Untermieterin in einem anderen seiner Häuser, an der noblen Adresse Wien-Kaasgraben, kurz in die Schlagzeilen. Sein Landsitz in der Hinterbrühl bereitet dem Großgrundbesitzer


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