Mediensplitter

Medien | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Formil: Mediengewerkschaft. Nach einer ziemlichen Schrecksekunde hat sich nun auch die Journalistengewerkschaft gemeldet. Es gehe darum, "eine de facto Monopolsituation am österreichischen Magazinmarkt zu verhindern", deswegen registriere das Gewerkschaftspräsidium den Kartellgerichtsbeschluss "mit großer Besorgnis". In einer Zeit, in der "in allen westlichen Demokratien Monopole infrage gestellt" würden, solle die Regierung "geeignete Schritte" gegen die Fusion unternehmen.

ATV bekommt Partner. Die skandinavische SBS-Gruppe (Scandinavian Broadcasting S.A.) übernimmt 25 Prozent am heimischen Privatsender ATV. Die bisherigen Gesellschafter BAWAG, UPC und Concorde Media reduzieren ihre Anteile auf je 25 Prozent. SBS begründet den ATV-Einstieg mit der sich abzeichnenden Liberalisierung des TV-Marktes.SBS besitzt derzeit elf TV-Stationen in Mittel- und Westeuropa. UPC und Herbert Kloibers Tele München Gruppe sind Anteilseigner an SBS.

Ja, der Hans, der Kanns. In einer seiner unnachahmlichen Titelblattkompositionen der Krone, die wir aus presserechtlichen Erwägungen vorläufig nicht abbilden dürfen, kombiniert er die "ersten Vorboten des Frühlings", die durch "warme Sonnenstrahlen wachgekitzelt" werden, mit der frohen Botschaft: "Große Mehrheit für freies Bürgerfernsehen. Politiker raus aus dem ORF!" Wer möchte da nicht Bürger sein! Zugleich aber verkündete Dichand, er werde sich nicht um eine Privat-TV-Lizenz bewerben. Sollen das etwa auch noch wir Bürger machen? Das kann uns demnächst einmal zu anstrengend werden. Heiliger Hansdi, hilf!


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