Kommentar: Wien: Noch nie war so viel Kultur wie heute

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Franz Beckenbauer hat eine drollige Erklärung dafür, dass Wien über keinen internationalen Spitzenklub verfügt. "Vielleicht", meinte der Kaiser im profil-Interview, "gibts einfach zu viel Kultur in Wien, sodass der Sport zu wenig Beachtung findet."

Ob das Spielniveau von Austria und Rapid steigt, wenn man am Wochenende die Theater und Museen schließt, sei dahingestellt, in einem aber hat Beckenbauer sicher Recht: In Wien gehts ab, kulturmäßig. Das Angebot ist größer als je zuvor, und wer nicht an jedem Wochentag drei, vier Alternativen findet, die Kulturangebote der Stadt zu nutzen, muss schon ein rechter Freizeit-Autist sein. Okay, die Sonett-Workshop-Szene könnte dichter sein, und die Kinderkontaktimprovisationslobby wird auch erst mit einem Kindertanzhaus zufrieden gestellt werden können, aber sonst lässt sich wenig gegen Wien sagen. Und zur Not bleiben ja immer noch das berühmte gute Buch oder toller Sex.

Das ändert nichts daran, dass kurz vor den Wiener Wahlen nun auch


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